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Von der Knospe zur Olive

Wann, wo und wie wachsen Oliven?

Die Koroneiki-Serie von April bis Dezember!

Olivenknospe - April 2010/Alisseos im Olivenhain

Der Held unserer Geschichte ist erst einmal enttäuschend klein, weitgehend unbekannt und optisch kein Hoffnungsträger... .
Ein Gewinner aber steht bekanntlich immer erst hinter der Ziellinie fest – also beobachten wir unseren Protagonisten mit Geduld und Zuversicht. Denn es soll, damit es Spaß macht, ein Happyend geben!

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Die Koroneiki Knospe ist kleiner als ein Streichholzkopf

Dienstag, ‎der 22. ‎April ‎2010, ‏‎

11:51:04 Uhr. Sonne und Wind auf dem Breitengrad  36°48'44.98"N/ Längengrad  22°18'57.14"E – Höhe 230m über dem Meeresspiegel.

Der kleine Kerl sitzt mit vielen anderen seiner Art neben frischen, hellgrünen Blättern an einem Ästchen eines Olivenbaumes. In sich trägt er die geheime Botschaft, die 1500 oder gar 1700 Jahre alt ist: Der mächtige Stamm seines Baumes gehört zu den ältesten Olivenbaumrassen des Mittelmeeres und gehört der Koroneiki-Dynastie an.

Mittwoch, der 28. April 2010,

Unser Held öffnet die Augen – eingerahmt von seinen 4 ein- bis anderthalb mm großen Kelchblättern trohnt er mit doppelt so großen, weiß-gelblichen Blütenblättern(3-4mm) auf einer Rispe mit ungefähr 20 anderen Blüten und noch einigen Knospen. Er hat alles: 4 männliche Staubgefäße und 2 weibliche Fruchtstempel, ist aber xenogam („Xenos“ ist der „Fremde“ in Griechenland – aber auch der „Gast“)
Zur Befruchtung also braucht die Olivenblüte nicht die eigenen Staubgefäße, sondern fremde

Olivenblüten an einer Rispe, teilweise noch geschlossene Knospen

die Blüte der Koroneiki-Olive deutlich vergrößert



Insekten jedoch finden die Olivenblüte völlig uninteressant, sie werden ausschließlich vom Wind bestäubt. Den haben wir hier in Meernähe glücklicherweise immer!

 

Zeitglich werden die - das ist die "Olivenbaumkultivierung" - frischen Triebe am Stamm und gelegentlich auch innerhalb des Baumes entfernt, denn die Olive ist von Natur aus ein Strauch und möchte dies auch bleiben! Durch unser Eingreifen jedoch kann der Baum seine gesamte Kraft in die Früchte geben.

Die jungen Triebe werden vom Stamm abgesägt

kleine Oliven in der Dunkelheit

Montag, der 17. Mai 2010,

die ersten kleinen Oliven wachsen - links im Bild kleiner als ein Stecknadelkpof -  wie in winzigen Schultüten neben zunehmend mehr verblühten Blüten.
Sie sind einsamige Steinfrüchte, im Bild unten rechts bereits stecknadelkopfgroß.
die ersten kleinen Oliven wachsen
im Juni werden die neuen Blätter der Oliven dunkelgrün Gleichzeitig werden die frischen, hellgrünen Blätter um die Blüten/Oliven herum dunkler und auch härter: Sie bereiten sich auf den trockenen und sonnenintensiven Sommer vor: Ihre nun lederartige Haut schützt besser vor den Sonnenstrahlen, und ihre Blattunterseite besitzt nun weiße, sternförmige Schuppenhaare, die die Diffusion von Wasserdampf aus den Spaltöffnungen des Blattes vermindern. erste kleine Oliven vor blauem Himmel

 

27. Juni
Wir haben in Griechenland die erste Hitzewelle hinter uns und der immergrüne Olivenbaum trennt sich von einigen Blättern. Alle 2-3 Jahre fallen wenige Blätter dann doch klassisch: Sie trocknen im Sommer aus und werden gelb.

Keine Katastrophe, doch der Anblick macht eindeutig klar, dass die Sommermonate die härteste Zeit für den Olivenbaum sind. Er zieht sich zurück, reduziert seine Kräfte - und geht in den "Sommerschlaf".

Die erste Hitzewelle löst den Blätterfall aus

erste Opfer unter den Olivenfrüchten

Wir bewässern unsere Olivenbäume nicht; dafür werden wir im Winter mit einem deutlich aromatischeren Olivenöl belohnt! Und so sehen wir - immer auch ein wenig beunruhigt - die ersten Opfer unter den Früchten: Einige unter ihnen trocknen aus und fallen ab. Die Sommerpause wurde ihr Ende - und es werden noch mehr folgen... .

Fortsetzung in Kürze!

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